Dolomitenlauf/ Lienz: 19.01.2014

Zielgelände_obertilliach_2014Da der Winter 2014 in Deutschland nicht wirklich existent ist, hatten wir uns zu einer Fahrt nach Lienz zum Dolomitenlauf entschieden. Also am Freitag mit Atze das Auto vollgepackt und Thomas noch in Stollberg abgeholt. Weiter ging es auf der Autobahn Richtung München nach Kufstein. Leider viel Verkehr und Stau und so dauerte die Fahrt doch etwas länger. In Kitzbühel suchten wir uns dann eine Pizzeria und hatten auch einen Glückstreffer gelandet. Schnell und super lecker! Bis zum Felbertauerntunnel waren es nun nur noch wenige Kilometer. Von Schnee war leider überall nicht viel zu sehen, grüne Wiesen und nur auf den Bergspitzen etwas Schnee. Das änderte sich allerdings schlagartig an der Tunnelausfahrt Richtung Lienz. Auf der Alpensüdseite lag hoher Schnee und es schneite stark, welch ein Kontrast. Wir suchten unsere Unterkunft oberhalb von Lienz und ließen den Abend bei einer Flasche Rotwein ausklingen.

In den Samstag starteten wir erst um 8:30 Uhr mit einem gemütlichen Frühstück. Es reicht ja wenn ich in der Woche 5:45 Uhr aufstehen muss. Also gemütlich nach Obertilliach gefahren und die Klassik Ski zum ersten Mal in diesem Winter ausgefahren. Im Zielbereich des Dolomitenlaufes war noch viel Betrieb, die Läufer der Klassikstrecke kamen gerade ins Ziel aber wir fuhren einfach in die entgegengesetzte Richtung. Schön ruhig, aber irgendwie lief es bei mir nicht so gut. Klassik ist eh nicht meine große Stärke und schließlich hatte ich am Sonntag ja noch ein längeres Rennen vor mir. Wir fuhren Richtung Untertilliach und gingen nach 1,5 h in einem Restaurant gemütlich eine Kleinigkeit essen. Der Rückweg führte uns dann wieder leicht ansteigend bis zum Start- und Zielbereich. Mir ging es allerdings nach der Pause gar nicht gut, hatte irgendwie Kreislaufprobleme. Zum Glück dauerte es nur kurz an. Schnee gab es hier oben genug, der Lauf war also gesichert. Auf der Rückfahrt zur Unterkunft holten wir noch schnell die Startunterlagen ab, aber das dauerte diesmal nur 5 Minuten. Viel war nicht los und eine Messe gab es auch nicht. In der Unterkunft dann noch eine kurze Ruhepause bevor es zum Abendessen in ein nahegelegenes Restaurant ging.

Am Sonntag dann wieder zeitiges Aufstehen und ein kurzes Frühstück. Auf der Fahrt nach Obertilliach konnte ich mich noch etwas ausruhen und den leichten Schneeregen beobachten. Das steigerte meine Lust auf den Lauf nicht wirklich. Zum Glück fanden wir noch ohne Probleme einen Parkplatz in Startnähe. Danach gab es allerdings eine unangenehme Überraschung: Ich hatte einen Skatingstiefel von mir und einen von Janine eingepackt. Dumm gelaufen, den eigentlich war ich am Freitag extra noch einmal ins Haus zurückgegangen und hatte die Stiefel getauscht. Schon da war mir aufgefallen, dass ich die falschen Schuhe in der Hand hatte. Aber da waren die beiden Paare wohl durchmischt und bei gleichen Modellen kaum zu unterscheiden. So konnte ich natürlich wirklich nicht starten und die Situation brachte jetzt noch ordentlich Stress in die Startvorbereitungen. Zum Glück war direkt am Start ein Sportladen und ich konnte mir ein unbenutztes Paar Salomon Skatingstiefel ausleihen. Der Start war also gerettet. Ich hatte einen Startplatz im zweiten Block und stellte mich in die 5 Startreihe. Nach dem Start war das Gedränge wie immer sehr groß, aber die Piste war zum Glück breit genug. Alles ging gut und ich überlebte ohne Ski- oder Stockbruch. Anderen Läufern ging es da schlechter, unzählige Stöcke lagen am Streckenrand und im Verlauf des Rennes sah ich zwei Läufer mit gebrochenen Ski.

Nach dem Start ging es leicht bergan und dann eigentlich bis zur 15 Kilometer Marke hauptsächlich bergab. Dann folgte die unangenehme Seite des Laufes – 15 km leicht aber stetig ansteigend und am Ende auch ein steiler Anstieg. Ich musste mich bei 25 km schon ordentlich quälen um in einem ordentlichen Laufstil die Steigung zu schaffen. Nach der Wende sollte es eigentlich wieder bergab gehen, aber leider hatten wir so starken Gegenwind, das vom Gefälle kaum was zu spüren war. Also kein Ausruhen sondern weiter anstrengende Beinarbeit. Wir mussten an Start und Ziel vorbeilaufen und dann noch einmal ein kleine Schleife von 5 Kilometern absolvieren. Schnell noch etwas trinken und dann an einer kleinen Gruppe dranbleiben. Allerdings wollte ich nur noch ins Ziel. Der Ski wurde durch den nassen Schnee immer stumpfer, was das Rennen nicht einfacher machte. Aber das Ziel war nicht mehr weit und nach 2:58 h war ich dann endlich auf Platz 238 im Ziel. Nur kurz trockene Sachen anziehen und noch etwas essen, dann machten wir uns auch schon auf den Rückweg. Zum Glück war die Autobahn frei und wir waren gegen 22 Uhr in Chemnitz.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s