1. Arberland Ultra Trail/ Bodenmais: 24.09.2016

dscf3592Ganz ohne Trailrun wollte ich das Laufjahr 2016 für mich nicht ausklingen lassen. Also ließ ich mich von dem Bild eines Apfelstrudels zur Ankündigung der Pastaparty verführen und meldete eine Woche vor dem Lauf. Ich begnügte mich aber mit der „Bambinistrecke“ über 35 km und 1500 Hm. Das sollte bei meinem Trainingszustand und mit meinem Fuß reichen. Für mich war interessant wie mein Fuß die Belastung verkraftet. Freitag also dann direkt vom Büro in Richtung Bodenmais gestartet und dann gegen 19 Uhr auf der Pastaparty angekommen. Zur Überraschung war auch Sziols mit einem Stand vertreten und ich konnte mir ein kleines Geburtstagsgeschenk in Form einer Skibrille machen. Auch die Verpflegung war super kleines Salatbuffet, Nudeln, Kartoffeln und Reis und Gemüse. Also für jeden etwas dabei. Und als Nachtisch dann den schon erwähnten Apfelstrudel. Nach dem Briefing suchte ich mir dann einen Schlaf- und Parkplatz für den Bus. So richtig fündig wurde ich nicht und begnügte mich dann mit dem stark beleuchteten REWE Parkplatz. Die Nacht wurde ziemlich kalt, das offene Dachfenster war da nicht unbedingt hilfreich aber etwas frische Luft wollte ich auch bekommen. Also immer weiter in den zu dünnen Schlafsack hineingekrochen, half aber leider nur teilweise. Also dann doch irgendwann das Dachfenster geschlossen, eine zusätzliche Decke genommen und dann war die Nacht auch schon bald vorbei.

Der morgen sah dann schon etwas gemütlicher aus. Bestes Wetter mit angenehmen Temperaturen und Sonnenschein. Nachdem die 60 km Läufer bereits gegen 7 Uhr gestartet waren, hatte ich Zeit bis 10 Uhr. Also konnte ich den Morgen mehr als gelassen angehen. Ein üppiges Frühstück war trotzdem nicht möglich. Wie immer hatte ich nur 2 Rosinenbrötchen und Kakaomilch dabei. Das musste bis zur ersten Verpflegungsstelle reichen. Gegen 9 Uhr machte ich mich dann langsam auf den Weg zum Marktplatz, machte die Rucksackkontrolle und wartete dann im Startraum auf den Start. Ich fühlte mich gut und das Wetter passte auch, also die Rahmenbedingungen stimmten schon mal. Ich hatte mir vorgenommen die Berge sehr ruhig anzugehen, um meinen Fuß etwas zu entlasten und war sehr gespannt ob ich die Strecke damit gut überstand.

Nach dem Start ging es kurz durch den Ort und auf einer Straße in den ersten Anstieg. Ich hatte schon erste Probleme und spürte die fehlenden Trainingskilometer am Berg, aber immer weiter laufen. Noch wanderte niemand und die Blöse als erster am Berg zu gehen, wollte ich mir dann doch nicht geben. Zum Glück kam eine erste kleine Bergabpassage, bevor es weiter in den Berg ging. Es ging auf angenehmen Wegen auf den Berg immer im Wechsel zwischen Gehen und Laufen. Nach der ersten Verpflegung musste ich auf einem schmalen Trail entgegenkommenden Wanderern ausweichen und hatte auch gleich unfreiwilligen Bodenkontakt. Ich hatte ein Loch am Wegrand erwischt und zog mir dadurch eine Rippenprellung zu, die ich die nächsten Wochen noch deutlich spüren sollte. Also niemals ein Handy in der Tasche des vorderen Rucksackgurtes verstauen, gibt manchmal mehr als blauen Flecke. Sehr schmerzhaft.

Aber schnell wieder aufgestanden und weiter ging es. Noch ein steiler Hang und dann hatten wir auch schon den kleinen Arber erreicht. Ein kurzer Abstecher zum Gipfelkreuz musste auch sein und der Blick in das Umland war wunderbar. Im Abstieg über Wurzeln und Steine konnte ich es dann laufen lassen. Es ging noch ganz gut und ich konnte etliche Läufer, die mich vorher überholt hatten wieder einholen. Ich hatte also nichts verlernt und es machte auch wieder großen Spaß. Ein weiteres Flachstück und dann ging es in den Schlussanstieg zum Großen Arber. Die letzten Höhenmeter dann über hohe Holzbohlen, was ziemliche Kraft kostete. Am Gipfel dann der übliche Touristenansturm. Wir liefen einige Meter weiter bis kurz unterhalb des Gipfels zur nächsten Verpflegung. Die Verpflegungen waren reichlich ausgestattet, mit allem was das Läuferherz begehrt.

Nach der Verpflegung ging es weiter bergab. Der Weg führte zum Teil über große Felsblöcke, immer von einem Stein zum anderen. Zum Glück ging es immer gut, ohne abzurutschen und noch wichtiger, es machte unheimlich Spaß. Vor allem weil ich wieder etwas Vorsprung herauslaufen konnte. Die entgegenkommenden Wanderer machten auch ordentliche Platz, so dass ich immer die optimale Spur nehmen konnte.
Nach dem Abstieg erreichten wir den Arbersee, wo schon die nächste Verpflegung und nicht weniger Touristen auf uns warteten. Nun ging es wieder leicht bergan und ich konnte etwas gehen und meinen Fuß schonen. Der Weg führte uns anfangs auf einem schmalen Pfad, dann auf breiten Forstwegen zur nächsten Verpflegung. Ich hatte das Gefühl mehr zu essen und zu trinken als zu laufen. Aber besser als umgekehrt. An der Verpflegung führte die Strecke zweimal vorbei, also hatten wir eine kleine Runde vor uns. Erst auf einem schmalen Wanderweg und Trail bergab, dann auf dem breiten Weg, der im Winter auch als Loipe dient zurück zur Verpflegung. Das Wetter war immer noch perfekt: Sonne und angenehme Temperaturen. Ich nahm mir noch etwas Kuchen und zu Trinken und machte mich auf die abschließenden 11 km ins Ziel. Bis auf eine kleine Berganpassage eigentlich nur noch abwärts. Der Anstieg forderte dann doch noch einmal die letzten Kräfte und danach ging es auf breiten Forststraßen bzw. den letzten Teil auf Asphalt hinunter nach Bodenmais. Der Abstieg war noch einmal ziemlich anstrengend und für meine Füße nicht wirklich angenehm. Nach 4:24 h war ich zurück im Ziel und ganz zufrieden damit. Vor allem da ich unterwegs eigentlich keine Fußprobleme hatte. Der Lauf, für eine Premierenveranstaltung, war perfekt organisiert. Zahlreiche Verpflegungsstellen mit großer Auswahl, eine gut gekennzeichnete Strecke, super Trails in einer tollen Landschaft, viele freundliche Helfer und das alles bei bestem Herbstwetter. Man merkt hier mach Läufer eine Veranstaltung für Läufer! Herzlichen Dank an Stefanie Felgenhauer und das große Team dahinter! In 2017 werden ich direkt an meinem Geburtstag wohl wieder am Start stehen.

Informationen:

Web: www.arberlandultratrail.de
Strecke: 60 und 35 km
Ergebnis: 4:24:13 h – Gesamt 87. Platz/ 23. Platz M40

 

 

 

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