35. Frankfurt Marathon: 30.10.2016

dscf3736Meine Marathonbestzeit von 2:34 h lief ich 1999 in Frankfurt. Mittlerweile läuft man stimmungsvoll in die Frankfurter Festhalle ein und auch die Strecke hat sich etwas verändert. Schon bei der TV Übertragung in 2015 hatte ich die Idee dort mal wieder zu laufen. Im Juni zwischen Marathona dles Dolomites und Salzkammergut Trophy füllte ich dann einfach das Meldeformular aus und der Termin war gesetzt. Ich habe ja noch genügend Wochen zur Vorbereitung, dachte ich mir so. Die Zeit verging dann irgendwie sehr schnell und aus der Vorbereitung wurde nichts. Die 3-4 lockeren Dauerläufe pro Woche über 10 km mussten reichen. So packte ich seit langem mal wieder meine Tasche um an einem City Marathon und gleichzeitig Deutscher Meisterschaft teilzunehmen. Am Samstag noch schnell Linus beim Athletiktraining an der Einsiedler Skischanze abgegeben und Claudia Hanisch am Chemnitzer Bahnhof abgeholt. Gemeinsam machten wir uns auf die Fahrt nach Frankfurt und waren gegen 14 Uhr auf der Marathonmesse. Die Abholung der Startunterlagen war etwas aufwendiger. Auf der einen Seite der Halle gab es die Startnummer, zum Glück war die Schlange am Schalter für die Meisterschaftsteilnehmer deutlich kürzer und die Starterbeutel gab es auf der anderen Hallenseite. Also einmal an allen Verkaufs- und Informationsständen vorbeigekämpft. Aber klappte alles reibungslos und wir bummelten im Anschluss noch über die Marathonmesse. Aber meine Schränke sind eh schon übervoll mit Sportsachen, also gab es keinen Grund in einen Kaufrausch zu verfallen.

Claudia machte sich im Anschluß auf den Weg in ihr Hotel im Bahnhofsviertel und ich vertrieb mir die Zeit in einer benachbarten Shopingmall. Gleichzeitig wollte ich gegen 16:30 Uhr noch die Anmeldung als Einzelstarter beim Heavy24, dem Chemnitzer 24 h Rennen durchführen. Ich hatte Glück, fand eine gute Internetverbinung, konnte mich einloggen, das Formular innerhalb von 2 min ausfüllen und nach 7 Minuten waren die 85 Startplätze für Einzelstarter ausgebucht. Absolut Verrückt!

Ich wollte die Naht im Bus verbringen und suchte mir daher einen ruhigen Parkplatz in Nähe des Startplatzes. Die Nächte waren zwar schon recht kalt, aber mit meinem dicken Daunenschlafsack kein Problem. Am Abend gab es dann noch eine gute Pizza in der Pizzeria und dann ging es auch schon zum Schlafen in den Bus.

Am nächsten Morgen dann die obligatorischen zwei Rosinenbrötchen zum Frühstück und die Laufsachen noch vorbereitet. Das Wetter war perfekt – blauer Himmel und Sonnenschein, aber es war auch noch ziemlich frisch. Durch die Zeitumstellung hatten wir eine Stunde mehr Zeit in der Nacht gehabt und ich war schon relativ zeitig fertig. Von meinem Parklatz aus fuhren Pendelbusse zum Start und ich war gegen 8 Uhr an der Festhalle, hatte also noch genügend Zeit. Kurz die Abgabe der Kleiderbeutel ausgekundschaftet und dann setzte ich mich einfach in der Nähe auf den Boden und wartete noch ein Stunde. Es war schon interessant wie sich die Halle langsam mit Läufern füllte. Ich zog ich um, gab ja keine großen Alternativen bei der Kleiderwahl – Kurz war angesagt. Das war zwar am Start sehr kalt, aber auf der Strecke dann genau richtig.

Ich ging erst 10 min vor dem Start in den Startblock. Ich konnte aus der ersten Welle und aus dem dritten Block starten, machte dort aber keine großen Anstalten mich im Startblock nach vorn zu kämpfen. Ich hatte ja keine großen Ambitionen und genügend Zeit auf der Strecke. Die Stimmung war schon am Start ausgezeichnet, was sich dann auf der Strecke fortsetzen sollte. Dann endlich der Start, es dauerte 3-4 Minuten eh ich wirklich die Startlinie erreicht hatte. Nach dem Start ging es nur verhalten vorwärts, es waren einfach zu viele Läufer auf zu schmalen Straßen. Das klärte sich dann aber nach einigen Kilometern. Ich lief jetzt natürlich auch im Bereich von 3.15 – 3:30 h und da sind bekanntlich die Meisten Läufer unterwegs. Ich legte ein moderates Tempo an, zumindest im Vergleich zu früheren Marathonteilnahmen. Ich wollte vor allem ohne größere Fußprobleme über die Strecke kommen, was mir auch gelang. Die Stimmung an der Strecke war wirklich einzigartig. Bis auf wenige Streckenabschnitte standen überall Zuschauer, unzählige Bands und Trommler. So machte es wirklich Spaß durch Frankfurt zu laufen und ich hatte auch Zeit das zu genießen.

Ich konnte meine Streckenabschnitte recht konstant laufen und verlor auf der zweiten Hälfte nur 3-4 Minuten. Wobei ich bei Kilometer 40 noch einmal eine Toilettenpause einlegen musste. Also alles im Rahmen und mit meinen Laufkilometern mehr als zufriedenstellend. Insgeheim hatte ich mir maximal eine Stunde mehr auf die persönlich Bestzeit gegeben, hatte also sogar noch einige Minuten Reserve. Dann endlich der Einlauf in die Festhalle. Die Vorfreude steigerte sich schon auf den letzten Kilometern, dann der Abzweig zur Halle. Der rote Teppich begann und schon läuft man unter dem Jubel der Zuschauer in Ziel. Deutlich stimmungsvoller als ein normaler Zieleinlauf auf der Straße. Trotzdem war ich froh endlich im Ziel zu sein. Der Lauf war gut, aber die letzten Kilometer haben sich doch sehr in die Länge gezogen. Nach einem kurzen Erhohlungsmoment ging ich durch die Halle und dann zu den Verpflegungsständen. Kurz mit einigen bekannten Gesichtern geschwatzt und etwas getrunken und dann machte ich mich auch schon auf den Weg zur Kleiderbeutelausgabe. Wie immer konnte ich mich nach dem zieleinlauf nur noch langsam bewegen, alles war verspannt. Aber nach dem Ziel war mir das egal. Also den Kleiderbeutel abgeholt, umgezogen und auch gleich zum Bus und zurück zum Auto gefahren und ab auf die Autobahn Richtung Chemnitz.

Fazit: ein sehr gut organisierter Lauf, mit perfekter, schneller Strecke und einer Stimmung die sich nicht hinter Berlin oder Hamburg verstecken muss. Ganz im Gegenteil, so viele Bands und Trommel Gruppen hatte ich wohl vorher noch bei keinem Marathon gesehen. Also immer eine Reise wert, zumahl die Anmeldung im Vergleich zu den anderen großen Marathons völlig unkompliziert ist. Noch am Vortag konnte man nachmelden. Das brauch man in Berlin schon Wochen/ Monate vorher nicht mehr zu versuchen.

Informationen:

Web: www.frankfurt-marathon.com
Strecke: 42,2 km
Ergebnis: 3:25:58 h – Gesamt 2701. Platz/ 524. Platz M40

 

 

 

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