FichtelbergChallenge: 10.01.2017

Start Fichtelberg

Seit vielen Jahren wieder mal ein richtiger Winter im Erzgebirge mit massig Neuschnee. Das muss natürlich genutzt werden, also schnell einen Tag vom Büroalltag frei genommen und ab auf die Langlaufski. Schon im Herbst wurde eine Tour vom Fichtelberg nach Chemnitz im Freundeskreis grob angedacht: „Wenn mal richtig Schnee liegt, wird sich schnell entschieden und los geht’s zur Tour“. Die Entscheidung fiel natürlich mit dem ersten Alpine Kinderrennen von Linus zusammen und so war ich dann doch auf Alpin Ski statt auf Langlaufski unterwegs. Aber im Kalender war Wochentags auch noch Luft, also dann eben in der Woche. Kurzfristig gesellte sich noch Norman Winter zu mir. Wir kannten uns zwar vorher noch nicht und ich war etwas überrascht als dann am Morgen ein Skifahrer in Jeans und Kapuzenpulli vor mir stand, aber er zog super mit.

Also Morgens von meinen Eltern auf den Fichtelberg fahren lassen und gegen 9:30 Uhr dann die Tour bei eisigen Temperaturen und starkem Wind gestartet. Auch wenn es noch etwas bewölkt war, der Tag sollte viele Sonnenstunden für uns bereit halten. Direkt hinter dem Fichtelberghaus stiegen wir in die Loipe ein und fuhren Richtung Reitsteig, bogen dann aber doch auf die Loipe am Ringweg ab und dann weiter über den Hirschfalzweg. Weiter ging es dann abwärts nach Crottendorf, die ersten Kilometer waren also noch recht entspannt in der Abfahrt zu bewältigen. In Crottendorf fanden wir dann auf dem Feld eine Snowmobil Spur, der wir folgen konnten und zogen später dann auch eine neue Spur über das freie Feld nach Oberscheibe. Es lief super über das Feld und das spuren war auch nicht anstrengend, da wir nicht tief einsanken. Nach Oberscheibe orientierte ich mich dann an der Streckenführung meines FichtelbergUltras. Durch den Wald ging es Richtung Oberscheibe und weiter über die Felder nach Elterlein. Dort wollten wir auf der Forststraße weiter in den Geyerischen Wald. Leider war dieser Weg geräumt und hatte nur eine dünnen Schneeauflage. Wir wechselten deshalb immer wieder in den Straßengraben, wo wir sehr gut im geschobenen Schnee fahren konnten. So „kämpften“ wir uns weiter bis zum Fernsehturm in Geyer.

Nach einer kurzen Trink- und Riegelpause konnten wir dann wieder die angenehmen Loipen bis zur Jugendherberge Hormersdorf nutzen. Bisher hatten wir keine Skifahrer getroffen, was sich hier natürlich änderte. Selbst in der Woche waren hier unzählige Langläufer unterwegs. Von der Jugendherberge ging es weiter zur alten Rollerbahn und dann über die Felder nach Auerbach. Die Sonne stand jetzt sehr tief und schien rötlich über die verschneiten Felder- ein traumhafter Anblick. Nun war es eigentlich nicht mehr weit. Die Abfahrt zum Tischl hatte ich mir schlimmer vorgestellt, als sie dann wirklich war. Mit dem Mountainbike geht es hier immer ziemlich flott abwärts durch den Wald, wi r hatten zum Glück in der Wegmitte eine etwas tiefere Langlaufspur und konnten so die Geschwindigkeit gut kontrollieren. Vom Tischl nahmen wir dann nicht den Weg wie üblich über die Forststraße hinunter nach Burkhardtsdorf, sondern fuhren direkt durch den Wald. Eine kleine Spur war schon gezogen und so kamen wir gut im Tal an. Nun noch den Forstweg bis zum Teichhaus gefolgt und wir waren im Ort. Hier mussten wir erstmals am heutigen Tag die Ski für einige hundert Meter abschnallen und zu Fuß gehen. Hinter dem Friedhof stiegen wir aber wieder auf die Ski und folgten einer Spur über das Feld hinauf zum Eisenweg. Nun war es dunkel, aber wir verzichteten auf die Stirnlampe. Der Mond schien so hell, das wir genügend Licht hatten. Vom Eisenweg ging es dann in die letzte Abfahrt hinunter zum Wasserschloss, nur kurz unterbrochen von einer Straßenüberquerung. Nach 8 Stunden waren wir wieder an unserem morgendlichen Treffpunkt angekommen und hatte eine wunderbare Tour absolviert. Mit dem Mountainbike bin ich die Strecke ja schon oft abgefahren, aber mit den Langlaufski war es jetzt eine Premiere. Wird aber wohl nicht das letzte Mal gewesen sein. Ich bin überrascht wie gut man vom Fichtelberg bis nach Chemnitz mit den Ski fahren und die Ortschaften dabei umgehen kann. Unsere Tour war lediglich von einigen Straßenüberquerungen unterbrochen, ansonsten ging es einfach bequem über die Felder.

Die letzten Meter bis vor die Wohnung konnten ich vom Wasserschloss Klaffenbach dann auch noch einer Loipe über die Felder folgen. Nach 8:30 h war ich wieder zurück und auf der Couch kam am Abend dann auch schnell die Müdigkeit. Die Anstrengung des Tages war jetzt auch in den Beinen zu spüren, obwohl es den ganzen Tag leichtfüßig durch die Loipe ging. Eine wunderbare Tour, die nach einer Wiederholung ruft!

Streckenlänge: 55 km
Laufzeit: 8,5 Stunden

Strecke: Fichtelberg – Crottendorf – Oberscheibe – Elterlein – Fernsehturm Geyer – Jugendherberge Hormersdorf – Auerbach – Burckhardtsdorf – Klaffenbach – Chemnitz

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